| Höhenmeter: | 2184 m |
| Strecke: | 58 km |
| Fahrtzeit: | 5:20 Stunden |
Da der erste Tag mit über 2000 hm doch nicht ganz zu verachten war beschlossen wir die Anreise nach St. Anton bereits am Freitag anzutreten und einmal vor Ort zu übernachten...in unserem Alter muss man ja darauf achten seinen Schlaf zu bekommen. Hat alles super geklappt: nettes Hotel, super Abendessen, gratis Parkplatz am Hotel. Alles bestens nur leider durch eine mehrere Kilometer lange Rampe und 150 hm von unserem Startort getrennt. Perfekt zum in den Tritt kommen! So fuhren wir also nach üppigem Frühstücksbuffet bei 2°C los. Bestes Wetter, schneegepuderte Berggipfel, tolle Landschaft, bei so einem perfekten Start wäre es uns natürlich nie in den Sinn gekommen uns bei Jochen K. über die unnötigen Höhenmeter zu Beginn zu beschweren.
Die Fahrt bis zur unserer ersten Rast, der Heilbronner Hütte, war bis auf eine Schaf-Stampede (die wir alle recht gelassen hinnahmen, da die Viecher ja im Ernstfall immer auf den Schulz gehn) angenehm ereignislos. Bei der Abfahrt machte sich dann zum ersten mal der Fahrtechnikkurs bemerkbar, da ging doch deutlich mehr als bei unseren anderen beiden AlpenX. Ernüchterung stellt sich nach der super Abfahrt erst ein als wir nach Galltür und Ischgl auf eine Asphaltsteigung mit 13-16% Steigung einbiegen...da hilft keine Fahrtechnik und Matze das alte Elend schmeisst wieder den Schiffsdiesel an. Der läuft dann eigentlich auch bis zur Heilbronner Hütte durch. Unterbrechung gabs nur wenn mal wieder ein SUV ohne Sinn und Verstand an uns vorbeigebrochen kam. Auf der Hütte war wohl ausgerechnet an dem Tag Familiengottesdienst, na super. Als wir ankamen hing gerade noch eine Gems an den Hörner am Wäscheständer; für jemand mit meinem Bikernamen kein gutes Omen. Der Rest der Truppe lies leider die angemessene Pietät vermissen, und wollte den Artgenossen auch noch fotografieren. Da muss man sich ned wundern wenn das Karma auf der ansonsten wirklich perfekten Hütte Meister Klink mit einer kalten Dusche und Schulzi mit einer schlaflosen Nacht abstraft. Matze kam ungeschoren davon oder hat seine Strafe einfach verpennt.
Die schlaflos Nacht hatte Schulzi übrigens einer Truppe von 3 Mädels, zwei Jungs und einem Yeti zu verdanken die uns in der Folge noch des öfteren heimsuchen sollte. Die werten Biker-Kollegen feierten auf jeder Hütte bis in die Puppen, verpennten in der Früh und kamen dann jeweils durchfroren kanpp vor Sonnenuntergang auf den Hütten an. Naja wers mag.