| Höhenmeter: | 1721 m |
| Strecke: | 39,50 km |
| Fahrtzeit: | 4:30 Stunden |
Der zweite Tag beginnt mit einem kleinen Rätsel für technikbegeisterte Mountainbiker. Wie kann es sein das Matzes Dämpfer ständig durchschlägt, das kleine Ringchen das den genutzten Federweg anzeigt aber klar zeigt, dass nur der halbe Federweg überhaupt genutzt wurde?! Die ebenso einfache wie überraschende Lösung: als Zeichen von Sympathie für unseren Marathonbikefahrer Kink und kleiner Huldigung an das einzige Carbonbike in unserer Runde hatte Matze offensichtlich beschlossen sich mit Hilfe seiner Luftpumpe einen künstlichen Federwegsbegrenzer einzubauen. Details bitte ich den enstprechenden Fotos zu entnehmen.
Den hinzugewonnen Federweg konnte Matze dann voller Elan gleich bei der genialen Abfahrt vom Fimberpass einsetzen. Nach so einem Abfahrtsrausch fällt Bremsen schwer weshalb wir dann auch erst beim zweiten Supermarkt auf der Strecke auf einen Halt verständigen konnten. Vor der Auffahrt zum Val d'Uina soll man nämlich laut Meister Stanciu unbedingt seine Vorräte auffüllen. Diese passagenweise unglaublich steile Auffahrt überzeugte mich dann relativ schnell davon, dass man neben Wasser und Schokoriegeln am besten auch ein paar kleine Nahrungsergänzungsmittel wie Epo oder zumindest etwas Eigenblut nachfüllen hätte sollen. Als dann Schulzi, Matze und ich nach einer Passage mit 20% Steigung eine wohlverdiente Rast einlegten und Herr Klink uns völlig entgeistert fragte was wir da machen war der neue Rufname Jochen "No Pain No Gain" Klink (in der Folge der Einfachkeit halber Nopanga) quasi als Notwehr klar, wie will man sowas auch sonst ertragen.
Nach kurzer aber kulinarisch wertvoller Rast dann das Val d'Uina. Wirklich ein Highlight der Alpen. Eine vom Alpenverein in den Fels gesprengte Röhre führt mit atemberaubender Aussicht am steil abfallenden Fels entlang. Die Passage muss zwar zur Sicherheit geschoben werden, aber so hat man immerhin Zeit das ganze intensiv wahrzunehmen. Oben angekommen ist der Weg zur Sesvenna-Hütte super fahrbar, wenn auch aufgrund der vielen teils verblockten Steine etwas knifflig. Einer dieser Steine und eine kurze Unaufmerksamkeit Nopagas führte dann leider zum zweiten Sturz des Tages, diesmal mit etwas unschöneren Folgen in Form eines geprellten Mittelfingers und einem schönen Bluterguss am Handballen. Die Unsicherheit ob so eine Weiterfahrt möglich ist dämpfte dann die Stimmung etwas auf dem restlichen Weg zur Sesvenna Hütte. Als Schulzi uns dann kurz vorm Ziel zur falschen Hütte schickt, nur um dann selber den richtigen Weg zu nehmen und sich den Tagessieg zu sichern war der Tag erstmal durch.