4. Tag: Morter - Tarscher Pass - St. Gertraud 

Höhenmeter:2275 m
Strecke:44,42 km
Fahrtzeit:5:06 Stunden

Laut Tagebucheintrag vom Schulz gabs zum Frühstück "Morterdella" muahaha ein Worstpiel vom feinsten, tja der Schulz, des is scho einer. Naja sei das wie es will, nach dem Frühstück lernten wir mal wieder, dass es sich nicht lohnt abzukürzen. Statt den Berg rauf zum Einstieg des Track zu fahrn nahmen wir einen direkten Weg, mit der Folge, dass sich ein abgezäuntes Privatgrundstück von der Größe Monacos zwischen uns und den Track schob. Da wir bei unserem ersten AlpenX schon so unsere Erfahrung damit hatten was passiert wenn man vom Weg abweicht nahmen wir eine Schiebepassage in Kauf um wieder auf den Track zu kommen. Kristin und Peter nahmen die Straße und fanden letzten Endes auch den richtigen Weg (aber unserer war schöner ;-)

Es folgte entspanntes Sammeln von 900 Höhenmeter am Stück bei angenehmen 6-10 % Steigung. Erste Rast dann auf der Latscher Alm. Da der Koch noch nicht da war gab es nur Spezi. Eine Tatsache die auch die anwesenden (tierischen) Schweine mit Unmut quitierten und sich prompt an Peters Radl ranmachten. Da hilft nur schnelle Flucht zur besser bewirtschafteten Tarscher Alm auf der wir uns auch schon mal in Ruhe die Schiebepassage zum Pass ansehen konnten. Diese Schiebepassage, dass muss mal erwähnt werden, ist ein echtes Drecksstück. Speziell im oberen Bereich war dann auch oft Tragen angesagt, und die Teilnehmer mit Gardemaß taten sich doch deutlich leichter. Wenigstens beim Abfahren konnte ich mich ein wenig revanchieren...bin halt auch näher am Boden für den Fall das ich mal stürzen sollte :-)

Unterwegs waren wir zum Schluß gekommen, dass wir statt nach St. Gertraud duchzufahren unser Glück erstmal in St. Niklaus versuchen....super Idee. Im ganzen Nest nix frei. Dann halt (mit 45 Minuten Verzögerung) doch weiter nach St. Niklaus. Unsere Pension war, wie auch sonst, am höchsten Punkt des Ortes gelegen (naja zumindest gefühlt). An der Pension angekommen dann erstmal noch die Überraschung, dass unsere zwei Doppelzimmer anderweitig vergeben wurden. Das als Ersatz angebotene Apartement war aber auch super, und der als Entschädigung angebotene Nußschnaps ließ dann auch den letzten Ärger verfliegen. Wir konnten sogar noch die Sonne im Liegestuhl genießen (Matzes generelles Tagesziel auf einem AlpenX) und als kleines Schmanckerl tanzte uns Nopanga auch noch den Tanz des Beinkrampfs.....HERRLICH!

Highlight des Tages war dann aber definitiv das hervorragende Essen im Ultner-Hof. Extrem lecker und ausnahmesweise auch von einem Wein begleitet. Das zweite Glas Wein tranken wir dann mit Father & Son, die wir in der Pension wieder getroffen hatten. Der wirklich nette Abend endete dann mit einer Bestechung durch unsere österreichischen Freunde, die uns den Wein im Austausch für massive Unterstützung Österreichs beim WM-Quali Spiel gegen Rumänien gesponsort haben. Zu unserer Schande muss ich einräumen, dass es trotz frenetischem Anfeuern für Österreich an dem Abend leider nur zu einem Unentschieden gereicht hat. Der Tag wurde besinnlich von Schulz mit zwei legedären Aktionen beendet. Zuerst kam er laut FUUUUCK schreiend aus dem Bad, beschimpft uns aufs wildeste für das überschwemmte Bad und sah zum ersten mal seit ich ihn kenne aus als würde eine gepflegte Schlägerei suchen (Merke: immer dafür sorgen, dass Schulz trockene Socken hat). Nur um nach einer ausgedehnten Beruhigungsphase aufgrund eines Lachanfalls beim Gurgeln den gesamten (wirklich großen) Badezimmerspiegel vollzuorgeln. Na dann: gute Nacht.

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