| Höhenmeter: | TBD m |
| Strecke: | TBD km |
| Fahrtzeit: | TBD Stunden |
Auch wenn die Nacht besser als erwartet verlief begann der Tag mit der lokalen Spezialität, dem lokalen "ohne alles" Frühstück doch recht herb. Dementsprechend war die Stimmung am Anfang relativ bedrückt bzw. gedrückt für Jochen & Jochen die aufgrund hygienischer Empfindlichkeit die Toilette ausgelassen hatten.
Nach einigem Auf und Ab kamen wir an eine steile Asphaltabfahrt die Matze nutzte um die Reste seiner Bremsbeläge zuerst zurechtzuschleifen und schliesslich in Rauch aufzulösen. Schulzi und ich warteten derweil ahnungslos weiter unten, und durften, nachdem wir Matze und Jochen auch auf dem Handy nicht erreichen konnten, beunruhigt den Berg im Eiltemp wieder hinaufradeln. Die erarbeiteten Bonushöhenmeter nahmen wir dann aber gerne in Kauf als wir sahen, dass es sich nur um einen technischen Defekt handelte.
Nach dem (gewohnt effizienten) Belagswechsel ging die Abfahrt dann weiter und Matze entschloss sich die Höhenmeterdifferenz direkt wieder auszugleichen indem er bei der nächsten Abzweigung erstmal zwei Kilometer weiter fuhr und sich auch durch lautes Brüllen nicht aufhalten ließ. Im Tal angekommen gab es dann erstmal einen Pitstop bei Lidl. Ein paar verdrückte Sandwiches und Schokocroissants später war die Stimmung dann merklich besser, und wir konnten die Auffahrt zum Passo Duron in Bestzeit hinter uns bringen.
Auf dem Pass war dann erstmal Schluss mit GPS-Navigation, da der Track aus irgendeinem Grund nicht vollständig war. Es schlug die Stunde von Jochen "Fallbacklösung" Schulz der die guten alten Roadbooks in Papierform zwar immer mal wieder unterwegs schon einsetzen konnte, aber als alleiniger Guide doch merklich aufblühte. Souverän geführt gings dann über eine für unse neue Route runter zum Gardasee. Die steile Abfahrt kostete dann auch Schulzis letzte Bremsbelagreservern, aber wo die Faulheit regiert wir auch mit Metall gebremmst (stinkt übrigens ganz schön).
Es folgte die nun schon liebgewonnene triumphale Einfahrt in Riva mit anschliessendem Eisessen bei der nymphomanischen Einsverkäuferin sowie ein Weissbier im Stammlokal beim Stammkellner. Einziger Unterschied zu den bisherigen Alpenüberquerungen war die frühe Uhrzeit, die selbst uns Kaloerienverbrennern noch zu früh für ein gepflegtes Abendessen war. Dementsprechend verbrachten wir nach dem Einchecken bei unserer Standardpension noch ein paar entspannte Stunden am Strand bzw. im Eiskaffe, bevor wir uns zum Abendessen nochmal mit Kristin und Peter trafen. Auch wenn die besoffenen Österreicher am Nachbartisch ned wirklich hätten sein müssen wars doch ein netter Abschluss. Im Hotel gabs dann noch ein gute Nacht Bier (lecker Forst aus der 0,66 Liter Flasche) und das Revue passieren lassen einer weiteren legendären Alpenüberquerung.