| Höhenmeter: | 2320 m |
| Strecke: | 98,7 km |
| Fahrtzeit: | 7:23 Stunden |
Das grosse Finale, und gleichzeitig die schwerste Etappe der Tour. Wenn nur nicht diese Schmerzen im Gesäßbereich wären, wär ja alles halb so wild. Um wenigstens halbwegs faire Chancen zu haben starten wir um 8:00 Uhr.
Erstes Teilstück, der Kaiserjägerweg, und seit der Faneshütte die erste Bergwertung die ich für mich entschieden kann. Bis zur Mittagspause nach Folgaria ziehts sich dann zwar, aber hausgemachte Spaghetti entschädigen für alles. Nach Folgaria ist dann allerdings auch schon wieder Schluß mit lustig, die Wegbeschreibung stimmt hinten und vorne nicht mehr (teilweise waren wir nicht mal mehr sicher ob wir das richtige Roadbook eingepackt hatten). Bis zum höchsten Punkt haben wir mindestens eine halbe Stunde mit navigieren verbraten. Oben ankommen bringt Matze nochmal die "Schmiedsche Fragestellung" auf, die uns schon die letzten Tage beschäftigt hatte: warum fahrn wir den blöden Hügel nauf, wenn wir ihn danach gleich wieder runterfahrn? Die Antwort folgt auf dem Fuße in Form eines saugeilen Trailabfahrt mit ca 22% Gefälle. Da kann man schon ein oder zweimal absteigen, wenn man nicht gerade Schulz heisst. Der wandelt sich dieses Jahr zum HADS ("Hardcore Downhill Schulz"), und fährt einfach alles...bis er dann doch noch über den Lenker geht. Nobody is perfect. Als er dann allerdings kurz danach gleich nochmal stürzt ist klar, dass wir langsam ein bisl aufpassen sollten, wenn wir in einem Stück ankommen wollen.
Die letzten 30 km nach Riva müssen wir dann alle wirklich beißen, und Matze wirft endgültig den Schiffsdiesel an. Als er dann mal wieder mit 20 km/h bergauf angerauscht kommt wird Schulz von den erzeugten Fahrgeräuschen so irritiert, dass er nur noch die Warnung "Auto!" ausstossen kann. Antwort des Autos "Das bin ich du Schaf"...du schmeisst dich weg! Die letzten Kilometer vor Riva haben wir dann auch einen richtig guten Soundtrack, produziert und live performed von Jochens Ghost. Zu dem schon von den letzten 100 Kilometern gewohnten Quiektönen gesellt sich jetzt noch ein langer gequälter Ton und ein wenig knarzen. "Quiek Quiek QUIEEEEK, Quiek Quiek QUIEEEEK....KNIRSCH" das rockt einfach.
Die gewohnt triumphale Ankunft in Riva wird dann mit einem opullentem Mahl, Gellati und im Hotel einer 0,66 Liter Flasche Forst gefeiert (garned lecker!). Mein Gott was für ne Tour: ein Sturz der auch böse hät ausgehn können, massenhaft schöne Landschaft, Schnee, super Wetter, Navigationsprobleme, geile Hütten, notgeile alte Weiber (igitt),viel Blödsinn der einfach mal gesagt werden musst, Schnarchen, Bombenstimmung mit den besten Kumpels, sauviel Essen....und was war ich an dem Abend fertig.